Erster Schritt: Lokale Maßnahmen im Unternehmen umsetzen
Der erste Schritt konzentriert sich auf lokale Maßnahmen innerhalb des Unternehmens. Solche Einzelinitiativen, die von engagierten Mitarbeitenden getragen werden, fördern das Bewusstsein für Biodiversität und ermöglichen einen konkreten Zugang zu den damit verbundenen Herausforderungen. Für das Unternehmen besteht die Herausforderung letztlich darin, diese Initiativen zu identifizieren und bewährte Maßnahmen innerhalb der Organisation zu verbreiten.
Zweiter Schritt: Lokale Initiativen durch einen Aktionsplan strukturieren
Im nächsten Schritt können diese lokalen Initiativen in Aktionsplänen gebündelt und strukturiert werden. Diese werden in der Regel von einzelnen Geschäftsbereichen und/oder Standorten getragen und verfolgen das Ziel, Auswirkungen auf die Biodiversität zu reduzieren.
Dritter Schritt: Die Gesamtauswirkungen Ihrer Aktivitäten auf die Biodiversität bewerten
Auf die zunehmende Verankerung im Unternehmen sollte schließlich eine umfassende Bewertung der Auswirkungen der Unternehmensaktivitäten auf die Biodiversität folgen. Dies geht mit einer vertieften Analyse der wesentlichen Umweltbelastungen einher, die durch die Unternehmnsaktivitäten verursacht werden. Zudem hilft eine systematische Analyse der Unternehmensaktivitäten dabei, prioritäre Handlungsfelder zu identifizieren und entsprechende Maßnahmen abzuleiten.
Vierter Schritt: Umfangreiche Maßnahmen zur Verringerung der Auswirkungen auf die Biodiversität umsetzen
In dieser Phase wird Biodiversität zu einer tragenden Säule der CSR-Strategie des Unternehmens. Über interne Projekte und Maßnahmen hinaus kann die Zusammenarbeit mit externen Partnern die Umsetzung konkreter und groß angelegter Initiativen erleichtern.
Fünfter Schritt: Ziele zur Verringerung der Auswirkungen auf die Biodiversität festlegen
Dieser Schritt basiert auf der Festlegung von Zielen zur Reduzierung der Auswirkungen auf die Biodiversität. Ergänzt werden diese durch Leistungsindikatoren zur Fortschrittsmessung sowie einen strukturierten Maßnahmenplan, der auf die wichtigsten identifizierten Umweltbelastungen ausgerichtet ist.
Sechster Schritt: Die Auswirkungen auf die Biodiversität in strategische Entscheidungen integrieren
Für besonders fortgeschrittene Unternehmen wird der Biodiversitäts-Fußabdruck schließlich zu einem echten strategischen Steuerungsinstrument. Entscheidungen und Projekte werden dann anhand ihrer Auswirkungen auf die Biodiversität bewertet und gesteuert. Gleichzeitig beschäftigen sich Unternehmen zunehmend mit der Frage, wie sich ein Indikator nach dem Vorbild des CO₂-Fußabdrucks einführen lässt, insbesondere im Rahmen von Partnerschaften mit externen Akteuren. Der Reifegrad dieses Themas ist derzeit jedoch noch vergleichsweise gering. Im Gegensatz zum Klimathema erschwert die Komplexität der Biodiversität die Entwicklung eines allgemein anerkannten Indikators. Die Vielzahl an Kennzahlen, die unterschiedliche Ebenen (Ökosysteme, Arten und Gene) sowie verschiedene Belastungsfaktoren (Klimawandel, Umweltverschmutzung, invasive Arten usw.) abdecken, macht die methodische Auswahl besonders anspruchsvoll. Die Forschung konzentriert sich daher zunehmend auf die Aggregation mehrerer Indikatoren.
Wenn auch Sie das Biodiversitätsprofil Ihres Unternehmens bestimmen, das Thema vertiefen oder Unterstützung beim Übergang in die nächste Phase erhalten möchten, kontaktieren Sie gerne unser Team.
Über die Autoren,
Vincent, Business Unit Manager in Alcimeds Energie-, Umwelt- und Mobilitätsteam in Frankreich
Manon, Consultant in Alcimeds Energie-, Umwelt- und Mobilitätsteam in Frankreich